Selbstmanagement

Fotomek - Fotolia.com_Maennchen zwei puzzlestueckeStarke Organisationen werden von starken Werten getragen, und diese werden vor allem von den Führungskräften geprägt. Die Aufgaben der Führung werden von wirtschaftlichen und von menschlichen Herausforderungen geprägt. Um in diesem Feld ihrer Rolle gerecht zu werden, können Führungskräfte vielfache Unterstützung gut brauchen.

Führungskräfte sehen sich wirtschaftlichen und von menschlichen Herausforderungen gegenüber. Um in diesem Feld ihrer Rolle gerecht zu werden, können Führungskräfte vielfache Unterstützung gut brauchen. In unserer modernen Ellenbogen- und Konsumwelt fällt es oft schwer, den rechten Weg zwischen Egoismus und Eigennutz auf der einen und gesundem Vertrauen in die eigenen Ressourcen und Erfahrungen auf der anderen Seite zu finden.

Ich sehe in Beziehungsfähigkeit und Beziehungskompetenz die Wurzel einer guten Führungspersönlichkeit. Gute Beziehung zum Du setzt eine gute Beziehung zum eigenen Selbst voraus!
(Bild: Fotomek – fotolia.com)

Continue reading...

Selbstmanagement

Fotomek - Fotolia.com_Maennchen zwei puzzlestueckeStarke Organisationen werden von starken Werten getragen, und diese werden vor allem von den Führungskräften geprägt. Die Aufgaben der Führung werden von wirtschaftlichen und von menschlichen Herausforderungen geprägt. Um in diesem Feld ihrer Rolle gerecht zu werden, können Führungskräfte vielfache Unterstützung gut brauchen.

Führungskräfte sehen sich wirtschaftlichen und von menschlichen Herausforderungen gegenüber. Um in diesem Feld ihrer Rolle gerecht zu werden, können Führungskräfte vielfache Unterstützung gut brauchen. In unserer modernen Ellenbogen- und Konsumwelt fällt es oft schwer, den rechten Weg zwischen Egoismus und Eigennutz auf der einen und gesundem Vertrauen in die eigenen Ressourcen und Erfahrungen auf der anderen Seite zu finden.

Ich sehe in Beziehungsfähigkeit und Beziehungskompetenz die Wurzel einer guten Führungspersönlichkeit. Gute Beziehung zum Du setzt eine gute Beziehung zum eigenen Selbst voraus!
(Bild: Fotomek – fotolia.com)

Continue reading...

Buddhistische Grundhaltung

Offenheit und Frische, Mitgefühl und Gelassenheit

erschienen in: LEIDfaden 2016-01 (Vandenhoeck & Ruprecht)

2014Als einer, der sich in der Lehre des Buddha übt, arbeite ich mit meinem eigenen Geist. ‚Mit dem Geist üben‘ hat zwei Aspekte: das Üben mit mir selber, in der formalen ‚Laborsituation‘ des Meditationskissens sowie die informelle Übung im Rest des Tages, mit mir und meinem Umfeld. Das bedeutet zunächst, dass ich mich mit Konsequenz und Regelmäßigkeit jeden Tag für eine halbe Stunde auf mein Meditationskissen zurückziehe.

Die Situation auf dem Meditationskissen hat den Zweck, den Geist zu stabilisieren, zu entspannen und ihn auf diese Weise immer wieder für neue Erfahrungsräume zu öffnen. Still werden, innehalten, immer wieder die mutige Entscheidung treffen, den eigenen Geist zu beobachten. Meditation ist zunächst auf einen streng reglementierten Rahmen (etwa im Sitzen oder im Gehen) reduziert. Hier geht es darum, einen natürlichen Zustand zu finden, der ‚offenes Gewahrsein‘ genannt wird. Stabilität und Geistesruhe wird im buddhistischen Sinne nicht durch Kontrolle und Einschränkung von inneren Aktivitäten (etwa Gedanken oder Gefühlen) angestrebt, sondern durch freundliches, neugieriges Wahrnehmen. Geduld und Disziplin helfen dabei. Eine weitere Qualität ist die innere Haltung und Ausrichtung. Ziel der Übung ist es, einen Zustand natürlicher Gesundheit zu finden, der zunächst durch vielerlei Prägungen und Gewohnheitsmuster verborgen ist. Diese natürliche Gesundheit oder ‚grundlegende Gutheit‘ ist die eigentliche Natur unseres Geistes, die sich durch offenes Gewahrsein, Mitgefühl und Weisheit zeigt.

Dieses Erleben von Offenheit verändert sich von Moment zu Moment. Es geht nicht darum, dass ich mir etwas Neues erarbeite, vielmehr geht es darum, die Haltungen und Überzeugungen loszulassen, die mich an der Erfahrung von Offenheit hindern! Neugierde mir selbst gegenüber wird zu Neugierde gegenüber meiner Umwelt. Anders gesagt: Mitgefühl und Zuneigung (‚Nächstenliebe‘) sind aus buddhistischer Sicht natürliche Qualitäten unseres Geistes, die immer schon da waren. ‚Mitgefühl‘ meint das Mitempfinden von Leid und Kummer ebenso wie die Qualität von Mitfreude. Beide Aspekte bieten für mich ein unendliches Übungsfeld sowohl im Privatleben als auch in meiner Arbeit.

In der Zeit jenseits des Meditationskissens ist das Ziel der Übung, immer wieder in den Zustand freundlichen Gewahrseins zu finden. Der Weg dazu führt über den achtsamen Umgang mit den eigenen Emotionen. Dabei dreht es sich vor allem um die Muster von ‚Haben-Wollen‘ oder Ablehnung. Engt mich dieses Gefühl ein, das ich im Moment spüre, oder öffnet es mich, was erlebe ich dabei von Moment zu Moment? Wenn ich erkenne, dass alle Wesen um mich herum ebenso wie ich auf der Suche nach Glück und Zufriedenheit sind, so ist es gut, wenn ich mir die Zeit und Aufmerksamkeit nehme, den Wesen zu wünschen, dass sie Glück und Zufriedenheit finden. Wenn ich erkenne, dass alles, was mir innerlich und äußerlich begegnet, sich früher oder später grundlegend verändert oder verschwindet, so kann ich wahrnehmen, wie ich unter diesem Wandel leide. Der Wunsch, dass alle fühlenden Wesen (inklusive mir) von diesem Leid frei sein und beständiges Glück erlangen mögen, ist eine Hauptquelle buddhistischer Praxis.

Tief sitzende Gewohnheitsmuster wie etwa die Überzeugung, daß mein Glück oder Unglück von äußeren Bedingungen oder anderen Personen bestimmt wird, brauchen Zeit und Übung, um sich langsam zu verändern. Bei diesem immer wieder auch schmerzhaften Wechsel von offenem und geschlossenem Geist sind innere Orientierungspunkte ungemein wichtig. So habe ich gelernt, wie hilfreich es ist, wenn ich mich mit guten Wünschen auf Situationen des Alltags vorbereitet habe. Ich begegne einem Menschen oder einer Situation anders, wenn ich meinen Geist im Vorfeld positiv gestimmt habe. Eine weitere Orientierung gibt die Gelassenheit, die sich auf diesem Übungsweg einstellt. Alles ist im Wechsel, nichts bleibt, wie es war. Was mich heute plagt, kann morgen ebenso weg sein, wie das, was mich gestern entzückte.

Hat das Einfluss auf meine Arbeit? Ist es vermessen, wenn ich meine, dass meine innere Haltung und mein Gewahrsein meine Umwelt beeinflussen? Mein Ziel ist es jedenfalls, in den Begegnungen des Alltags gemeinsam mit meinem Gegenüber Momente der Offenheit und Frische, Mitgefühl und Gelassenheit zu finden. Hierzu sind Wahrnehmungs-, Zentrierungs- und Meditationsübungen hilfreiche und wichtige Ansätze. Ein Thema für diese Übungen ist etwa der Umgang mit der eigenen Hilflosigkeit in einer palliativen Situation. Oft genug ist genau das und nichts anderes zu tun: von Moment zu Moment ganz im Hier und Jetzt sein und nicht an Konzepten hängen, wie die Dinge sein sollten. Offen, mitfühlend und gelassen einfach da sein, die Situation gemeinsam erleben und gemeinsam tragen.

Continue reading...